Vermittlungsprogramm für die Oberstufe
Auf den Spuren von Raum und Räumlichkeit

Wie eine SMS ein Display braucht, damit wir sie lesen können, brauchen alle Bilder und Texte einen Träger, um für uns sichtbar zu sein. Meistens beachten wir diese Grundlage überhaupt nicht, obwohl sie ganz wesentlich mitbestimmt, wie wir Bild- oder Textbotschaften auffassen. Seit Beginn des 20. Jahrhunderts wurden viele KünstlerInnen auf diesen Umstand aufmerksam und machten die Eigenheiten der Leinwand als Malgrund oder der Projektion im Medium Film zu ihrem Thema. Darüber hinaus wurde der Gedanke immer wichtiger, dass auch Räume als Display verstanden werden können. Auch sie machen bestimmte Ereignisse und Erfahrungen erst möglich oder verändern sie, ohne dass wir es bemerken. In Auseinandersetzung mit den ausgestellten Werken wollen wir solche verborgenen Mechanismen erforschen: Die SchülerInnen bewegen sich selbstständig in der Ausstellung und zeichnen im Anschluss Pläne der räumlichen Gegebenheiten, in denen auch die Positionen der Kunstwerke markiert werden sollen. Die Umgebung wird dadurch bewusster erlebt, die individuelle Raumwahrnehmung sichtbar gemacht. Besonders das, was nicht in den Skizzen vermerkt wurde, soll beim gemeinsamen Rundgang diskutiert werden: Was wird absichtlich verborgen, was können wir überhaupt nicht sehen, und was würden wir selber gerne unsichtbar machen? In einem weiteren Schritt erproben wir, wie durch minimale Eingriffe die Aufmerksamkeit von BetrachterInnen auf bisher unbeachtete Aspekte des Raumes oder der Ausstellungsgegenstände gelenkt werden können.

Zusatzinformation für LehrerInnen
Auf Wunsch können auch altersgerechte Führungen zu 60 min. gebucht werden.
Dauer: 90 min.
Kosten: €4,5 pro SchülerIn, mind. €45 pro Gruppe
Informationen und Anmeldung: Barbara Mahlknecht
barbara.mahlknecht@generali.at., +(0)1 504 98 80 71114

Wir bitten Sie, Ihren Wunschtermin spätestens eine Woche im Voraus zu vereinbaren!